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COPD – die Krankheit, die den Atem raubt: Symptome, Ursachen und Behandlung der chronischen Lungenerkrankung

categories Asthma, COPD, Frauen, Lunge, Männer   21. November 2023    
Lunge

Bild: pixelio

Bei der COPD handelt es sich um eine dauerhafte und fortschreitende Erkrankung der Lunge, die das Atmen erschwert. Charakteristisch sind eine permanente Entzündung und Verengung der Bronchien (chronische Bronchitis) und bzw. oder ein Lungenemphysem. Die therapeutische Behandlung der COPD setzt neben Tabakentwöhnung und Medikamenten vor allem auf Bewegung. Rund drei Millionen Menschen leben in Deutschland mit einer diagnostizierten chronisch- obstruktiven Lungenerkrankung (1). Die Krankheit schränkt ihren Alltag in vielen Bereichen teils stark ein und mindert die Lebensqualität fortschreitend. Betroffen sind überwiegend ältere Menschen.

Wie äußert sich eine COPD
Die Bezeichnung COPD steht für das englische „chronic obstructive pulmonary disease“, was auf Deutsch mit „chronisch obstruktive Lungenerkrankung“ übersetzt wird.

Die Hauptsymptome der Krankheit sind Atemnot, Husten und Auswurf – man spricht auch von den AHA-Symptomen. Meist beginnt die Erkrankung mit chronischem Husten, der vor allem morgens auftritt. Die Atemnot zeigt sich zunächst nur bei Belastung, kann sich aber mit der Zeit so verschlimmern, dass selbst kleinste Bewegungen schwerfallen. Typisch für die COPD sind auch plötzliche Verschlimmerungen der Beschwerden, sogenannte Exazerbationen. Sie können eine stärkere Medikation oder sogar
einen Krankenhausaufenthalt nötig machen.

Ursachen und Therapie einer COPD
Die mit Abstand häufigste Ursache der COPD ist das Rauchen. Es ist für etwa neun von zehn Erkrankungen verantwortlich. Weitere Auslöser können Passivrauchen, erbliche Veranlagung, Schadstoffbelastungen sowie
Atemwegsinfektionen in der Kindheit sein. Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung ist aktuell nicht heilbar, aber es gibt gute Therapiemöglichkeiten, die ihr Fortschreiten verlangsamen. Die Behandlung ruht laut Nationaler Versorgungsleitlinien (NVL) im Wesentlichen auf drei Säulen:
1. Tabakentwöhnung: Die Leitlinien empfehlen Betroffenen primär, mit dem Rauchen aufzuhören, um die Beschwerden der COPD deutlich zu verbessern und ihr Fortschreiten merklich zu verlangsamen.
2. Bewegung: Körperliche Aktivität ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Sie kann den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen, die Muskulatur erhalten und helfen, länger unabhängig zu bleiben. Ist die Teilnahme an „normalem“ Sport nicht möglich, bieten sich speziell zugeschnittene Übungsprogramme an – zum Beispiel Lungensport oder
Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) für individuell angepasste häusliche Trainingseinheiten. Sinnvoll sind außerdem Atem- und Entspannungsübungen und Wissensschulungen.
3. Medikamente: Je nach Ausprägung und Intensität der COPD kommen Medikamente zum Einsatz, meist zum Inhalieren, aber auch in Tablettenform. Laut NVL sollten sich Betroffene zudem nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission regelmäßig gegen zum Beispiel Grippe und Pneumokokken impfen lassen, um schweren
Atemwegsinfektionen vorzubeugen.
Quelle:
1. Akmatov, M. K. et al.: Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) in der ambulanten Versorgung in Deutschland – Zeitliche Trends
und kleinräumige Unterschiede, in: Versorgungsatlas, 20.08.2019, https://www.versorgungsatlas.de/fileadmin/ziva_docs/99/VA_19-
06_Bericht-COPD_2019-08-20_V2.pdf, abgerufen am 24.11.2022
Weiterführende Links:
• Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ), https://www.patienteninformation.de/kurzinformationen/copd
• Nationale Versorgungsleitlinie COPD (NVL COPD); https://www.leitlinien.de/themen/copd
https://www.gesundheitsinformation.de/chronisch-obstruktive-lungenerkrankung-copd.html
https://copd-alltag.de

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