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Antioxidantien-Monitoring während der Schwangerschaft senkt das Erkrankungsrisiko bei Neugeborenen

categories Ernährung, Frauen, Geburt, Rund ums Kind, Schwangerschaft   7. Januar 2016    

Mehr als 80% der Sterblichkeit von Neugeborenen gehen auf Krankheiten zurück, die mit der überkritischen Bildung freier Radikale zusammenhängen. Durch das Monitoring von Antioxidantien während der Schwangerschaft und der ersten Lebenstage können Komplikationen frühzeitig erkannt und Erkrankungsrisiken gemindert werden. Ermöglicht wird die Beobachtung durch eine innovative Messmethode.

Während der Schwangerschaft herrscht ein erhöhter metabolischer Umsatz, der einen größeren Sauerstoffbedarf und eine vermehrte Produktion von freien Radikalen nach sich zieht. Eine Studie der London University kommt zu dem Ergebnis, dass über 80% der Sterblichkeit von Säuglingen in den ersten 28 Lebenstagen hauptsächlich auf Infektionen, Komplikationen durch Frühgeburt und Sauerstoffmangel während der Geburt zurückgehen. Jede dieser drei Pathologien ist mit der Bildung von freien Radikalen assoziiert.

Um die übermäßige Produktion freier Radikale zu verhindern, bzw. schon gebildete freie Radikale zu neutralisieren, braucht der Organismus sogenannte Antioxidantien. Antioxidantien sind Radikalfänger, die der Körper zum größten Teil nicht selbst bilden kann, sondern über die Nahrung aufnehmen muss. Während der Schwangerschaft und der Stillzeit wird das Kind über die Plazenta, bzw. über die Muttermilch mit Antioxidantien versorgt. Dementsprechend ist eine ausgewogene Ernährung der Mutter, im Sinne einer vollwertigen und vitaminreichen Kost, in dieser Zeit besonders wichtig für das antioxidative Schutzsystem des Kindes. Fehlernährung wiederum führt beim Kind zu einem Überhang freier Radikale und kann Ursache verschiedener Erkrankungen sein.

Eine Studie am Klinikum Südstadt Rostock kommt zu dem Schluss, dass das Monitoring der Antioxidantien während der Schwangerschaft und der ersten Lebenstage sinnvoll ist, um das Sterblichkeits- und Erkrankungsrisiko der Kinder zu verringern. Dadurch können eventuelle Komplikationen frühzeitig erkannt werden und gegebenenfalls Einfluss auf das antioxidative Potenzial des kindlichen und mütterlichen Organismus durch die Gabe von Antioxidantien genommen werden. Auf diese Weise wird die Gefahr einer Schädigung durch übermäßige Radikalbildung reduziert.

Ermöglicht wird das Monitoring durch den Einsatz eines innovativen Messsystems der Firma biozoom, das den Antioxidantien-Gehalt in der Haut über einen optischen Sensor misst. Damit kann erstmals eine ungefährliche, nicht-invasive und schnelle Überwachung von Antioxidantien bei Schwangeren und Neugeborenen realisiert werden. Konventionelle Methoden zur Messung des antioxidativen Potenzials, wie z.B. die Hochleistungsflüssigkeitschromatografie (HPLC), sind nicht für ein Monitoring geeignet. Derartige invasive Analysen können insbesondere bei Neugeborenen nicht regelmäßig wiederholt werden.

Web: mybiozoom.com

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