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DeBeNa-Monitors – Depressionsbehandlung in Deutschland 2018: Johanniskraut in der Depressionsbehandlung

categories Allgemein, Apotheke, Burnout, Depression, Forschung, Frauen, Gesundheit und Reisen, Männer, Psychische Erkrankungen, Psychosomatik   1. Oktober 2018    

Johanniskraut Foto: Pixabay

In der Depressionstherapie gibt es Widersprüche in der Behandlung von Depressionen und Missverständnisse in der Arzt-Patienten-Kommunikation. Dies offenbart der aktuelle „DeBeNa-Monitor – Depressionsbehandlung in Deutschland 2018“. Laut der repräsentativen Umfrage im Auftrag von Bayer werden pflanzliche Wirkstoffe wie hochdosiertes Johanniskraut trotz Leitlinienempfehlung und studiengeprüfter Wirksamkeit selten verordnet. Gleichzeitig überschätzen viele Ärzte die Präferenz ihrer Patienten für chemische Antidepressiva. Tatsächlich wünschen sich mehr Menschen Zugang zu einer pflanzlichen Depressionsbehandlung.


Nachgefragt bei Ärzten und bei Patienten

Um Ärzte verstärkt über die Therapieoption Phytopharmaka bei leichten und mittelschweren Depressionen zu informieren und neue Impulse in der Depressionsbehandlung zu setzen, hat Bayer die DeBeNa-Initiative unter dem Motto „Depression behandeln. Natürlich.“ gegründet. Als Initial-Maßnahme wurde eine repräsentative Umfrage unter Patienten sowie Allgemeinmedizinern und Fachärzten in Auftrag gegeben: Der „DeBeNa-Monitor – Depressionsbehandlung in Deutschland 2018“ offenbart aufschlussreiche Erkenntnisse darüber, weshalb pflanzliche Antidepressiva trotz Leitlinienempfehlung und klinisch geprüfter Wirksamkeit nicht im Fokus von Verordnern und Patienten stehen.

Laut den Ergebnissen des aktuellen DeBeNa-Monitors präferieren in Deutschland mit über 40% der größere Teil der Patienten mit leichter bis mittelschwerer Depression ein pflanzliches Antidepressivum. Dem steht ein Anteil von 35 Prozent der Patienten gegenüber, die ein chemisches Präparat bevorzugen, sowie 22 Prozent, die keine eindeutige Präferenz haben. Vielen Ärzten scheint demnach der Wunsch der Patienten, Zugang zu einer pflanzlichen Depressionsbehandlung zu erhalten, nicht bewusst zu sein, denn sie schätzen die Patientenpräferenz für chemische Antidepressiva deutlich höher ein.

Pflanzliche Therapie wird auch bei mittelschweren Depressionen empfohlen

Eine frühzeitige Behandlung bietet die Chance, schweren Verläufen der Erkrankung vorzubeugen. Im Rahmen der DeBeNa-Umfrage bestätigen die meisten Ärzte, dass hochdosiertes Johannikraut als Ersttherapie einen „leichten“ Einstieg in die medikamentöse Behandlung ermöglicht. Und tatsächlich halten 60 Prozent der Ärzte hochdosiertes Johanniskraut bei leichten Depressionen für genauso wirksam wie chemische Antidepressiva. Allerdings kommt es in Bezug auf die Wirksamkeit bei mittelschweren Depressionen zu einer Fehleinschätzung: Nur 22 Prozent halten in dieser Indikation hochdosiertes Johanniskraut für ebenso wirksam wie ein chemisches Antidepressivum.

Leitlinienempfehlung spiegelt sich nicht in der Verordnung wider

Entgegen dieser Einschätzung sind pflanzliche Wirkstoffe wie hochdosiertes Johanniskraut nicht nur gut verträglich und verfügen über eine in klinischen Studien geprüfte Wirksamkeit, sondern ermöglichen auch eine S3-Leitlinien-konforme Behandlung leichter und mittelschwerer unipolarer Depressionen (S3-Leitline/NVL unipolare Depression). Trotzdem wird hochdosiertes Johanniskraut nur einem Viertel der Patienten mit leichten bis mittelschweren Depressionen verordnet – obwohl es jeder Zweite präferiert.

Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de
Mehr Informationen zur Bayer Vital GmbH finden Sie unter: www.gesundheit.bayer.de

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